Gute Akzeptanz - aber noch viele Baustellen

Ganztägige Bildung und Betreuung

Gute Akzeptanz - aber noch viele Baustellen

Schul- und Sozialbehörde haben am Montag die Untersuchung der ersten sieben GBS-Pilotstandorte und die neue GBS-Gebührenordnung für das kommende Schuljahr vorgestellt. Die Grünen begrüßen es, dass das erste Fazit überwiegend positiv ausfällt. Nacharbeiten muss der Senat bei der Mittagessens-Situation. Endlich festlegen muss sich Senator Rabe bei der Frage der Flexibilität.

Dazu erklärt die familienpolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion Christiane Blömeke:

„Es freut mich, dass Eltern und Kinder an den GBS-Pilotstandorten überwiegend zufrieden sind. Die massive Kritik, die die SPD in Oppositionszeiten an dem Konzept hatte, erweist sich damit als überzogen. Mit der Einführung sozial gestaffelter Elternbeiträge erfüllt der SPD-Senat unsere Forderung.“

Die Befragung an den Pilotstandorten zeigt auch, dass Eltern einerseits ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot wünschen, andererseits aber den Wunsch nach größtmöglicher zeitlicher Flexibilität beim Abholen ihrer Kinder haben. Dazu sagt Christiane Blömeke weiter:

„Bisher versucht die SPD, es allen und jeden mit ihren Wünschen, Anregungen und Bedenken Recht zu machen. Dieser Kurs ist kaum durchzuhalten. Senator Rabe muss sich jetzt endlich festlegen und entscheiden, wie viel Verbindlichkeit für einen guten Ganztag nötig und wie viel Flexibilität möglich ist.“

Für das Problem des Mittagessens in Ganztagsschulen hat die SPD bisher keine Lösung. In den kommenden Jahren werden 152 Kantinen errichtet (siehe GAL-Anfrage 20/3092). Das bietet die einmalige Chance, um dauerhafte Lösungen zu schaffen.

Dr. Stefanie von Berg, schulpolitische Sprecherin der GAL-Fraktion erklärt dazu:

„Damit eine Ganztagsschule richtig funktioniert, ist gesundes und frisch zubereitetes Essen unverzichtbar. Momentan bekommen die meisten Schulen Lieferkost in Warmhalte-Boxen. Eine kindgerechte und vollwertige Essensversorgung ist aber mehr als eine Frage der Logistik. Sie darf nicht nur als kurzfristige Einsparung betrachtet werden. Die Einrichtung von Schulküchen wäre in vielerlei Hinsicht die beste Option.“

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