Besseres Essen – bessere Räume – besserer Ganztag!

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Nach rund 55 Stunden Besprechungen ist es uns gelungen, gemeinsam mit der Volksinitiative „Guter Ganztag“ eine deutliche Verbesserung für die Kinder dieser Stadt zu erzielen. Die Initiative startete mit weitreichenden und sehr unterschiedlichen Forderungen. Einige davon hatten wir als Partei und Fraktion bereits im Programm: Seit 2011 setze ich mich für frisches und gesundes Essen in unseren Schulen ein. Ich habe zudem lange für eine bessere Flächennutzung an den Schulen geworben und für eine bessere Ausstattung der (teil-) gebundenen Ganztagsschulen gestritten.

Wir GRÜNE sehen die Ganztagsschule nicht primär als Betreuungsangebot für die Kinder berufstätiger Eltern, sondern vor allem als große Chance zur Umsetzung von Bildungsgerechtigkeit. Schule ist ein Lebens- und Bildungsort, der den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden muss. Hier sind wir einen großen Schritt weitergekommen. Mit der nun vorgelegten Einigung mit der Volksinitiative „Guter Ganztag“ wird die Qualität des Ganztagsangebotes erheblich gesteigert. Für uns sind die wichtigsten Punkte:

  • Kluge Bildungsfinanzierung: Bis 2024 werden etwa 136 Millionen Euro in die Verbesserung des Ganztags investiert. Diese Summe ist beträchtlich und notwendig. Dennoch war uns eine kluge Bildungsfinanzierung wichtig. Wir wollen nicht Geld mit der Gießkanne ausgeben, sondern durch transparente Vergaberichtlinien und auf der Basis von Konzepten, die die jeweiligen Schulen eingereicht haben, gezielt Verbesserungen erzielen.
  • Qualitätsmanagement: Es werden Qualitätskriterien guter Ganztagsschulen erstellt, auf dessen Basis die Qualitätssicherung und ein Qualitätsmanagement an den Schulen implementiert werden. Der Ganztag wird so messbar besser.
  • Essensqualität: Schulen erhalten bessere Unterstützung bei der Planung und dem Bau von Schulküchen und Kantinen sowie der Essensqualität, zudem wird eine Qualitätszirkel Schulverpflegung gegründet. Das Schulessen wird frischer und gesünder. Dafür nehmen wir viel Geld in die Hand.
  • Gleichstellung der gebundenen Ganztagsschulen: Wir haben es geschafft, beide Ganztagsmodelle im Bereich der Kooperationspauschale finanziell gleich zu stellen. Zudem erhalten die gebundenen und teilgebundenen Ganztagsschulen ab dem kommenden Schuljahr den gleichen Personalschlüssel wie die Schulen, die im Rahmen der so genannten "Ganztägigen Bildung und Betreuung" organisiert sind.
  • Beteiligung: Viele Aspekte des Ganztags werden nun unter Beteiligung aller in Schule Beteiligten – also auch der Eltern, Kinder und des pädagogischen Personals – definiert und überprüft. Dazu wird ein Ganztagsauschuss gebildet. Dieser kann nicht nur über die nötigen Baumaßnahmen und Raumkonzepte mitentscheiden, sondern auch über die Ernährungskonzepte.
  • Unterstützung der Stadtteilschulen: Die 5. und 6. Klassen der Stadtteilschulen erhalten ab dem Schuljahr 2019 eine Personalaufstockung auf 1,1 Stellen pro Lerngruppe. Hiermit stärken wir neben dem Ganztag auch die inklusive Arbeit der Stadtteilschulen.

All dies sind Maßnahmen, die eng miteinander verzahnt sind. Ich bin überzeugt: Der Ganztag wird nicht nur gut, er wird sogar besser!

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