Elbphilharmonie-Dossier: Kostenexplosion im Kulturtempel
Seit 2003 beschäftigt die Elbphilharmonie die Bürger und Bürgerinnen Hamburgs.
Der Begeisterung des Anfangs folgte der Schock der Kostenexplosion 2008 und die seither nicht enden wollenden Hiobsbotschaften um das Projekt.
Erst war da die geniale Idee, die in einer zukunftsorientierten Stadt wie Hamburg auf fruchtbaren Boden fiel. Einmal auf den Weg gebracht, wurde sie aber von Anfang an katastrophal umgesetzt. Der unfertigen Planungen und die schlecht verhandelten Pläne führten zu riesigen Nachforderungen des Baukonzern HOCHTIEF und der beteiligten Architekten. Im sog. Nachtrag 4 wurde HOCHTIEF ein Nachschlag von 137 Mio. Euro zugestanden, aber auch damit waren die Probleme nicht gelöst. Oktober 2011 erklärte HOCHTIEF einen Baustopp. Im Februar 2013 wurde endlich eine Einigung mit HOCHTIEF erzielt, die das Projekt erneut um über 200 Mio. Euro verteuert und eine Fertigstellung im Jahr 2016 verspricht. Ob dieses teure Versprechen diesmal eingehalten werden kann, wird die Zukunft zeigen.
Die Aufarbeitung des Desasters geschieht im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA), in dem die GRÜNE Bürgerschaftsfraktion durch die Abgeordneten Eva Gümbel und Olaf Duge vertreten ist. Hans-Jürgen Sievertsen ist als Fraktionsreferent zuständig für die wissenschaftliche Betreuung.
Mit den auf dieser Seite verlinkten Texten geben wir
- einen Überblick über Entwicklung der Projektes (Zeitleiste als PDF),
- legen den Stand unserer Analyse vor (Thesen zur Kostenexplosion, PDF),
- machen eine politische Einschätzung (Elbphilharmonie: Traum und Alptraum),
- sammeln Links rund um die Presseberichterstattung (Pressearchiv) und
- machen unsere aktuellen parlamentarischen Anfragen und Initiativen zugänglich.
Insbesondere die Thesen zur Analyse werden wir mit wachsenden Erkenntnisstand unserer Arbeit im PUA ständig weiterentwickeln und mit zusätzlichen Materialien anreichern und freuen uns über Diskussionsbeiträge.
Die Verträge zur Elbphilharmonie sind inzwischen veröffentlicht.
Nicht veröffentlicht sind bisher Informationen zu den Wohnbereichen, der Vertrag zur Übertragung von Miteigentumsanteilen sowie der Architektenvertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg, ReGe Hamburg Projektrealisierungsgesellschaft mbH und der Arbeitsgemeinschaft Herzog & de Meuron und Höhler + Partner.

