Ultimatum verpufft – Strategie des Scheiterns

Elbphilharmonie

Ultimatum verpufft – Strategie des Scheiterns

Hochtief hat das Ultimatum der Stadt zur Dachabsenkung verstreichen lassen – ohne dass daraus Konsequenzen folgen. Die blumigen Erklärungen von Hochtief und aus der Kulturbehörde können nicht kaschieren, dass praktisch keine Fortschritte erreicht wurden. Sie widersprechen sich sogar. Aus Sicht der Grünen ist die Stadt mit ihrem Kurs gescheitert.
Elbphilharmonie Hamburg

Dr. Eva Gümbel, Obfrau der GAL-Fraktion im PUA Elbphilharmonie, erklärt:

„Die läppischen Zusagen von Hochtief haben keine Substanz. Der Konzern beharrt auf bekannten Positionen, nennt keine Daten und geht keine erkennbaren Kompromisse ein. Wenn das alles ist, dann ist das Ultimatum zur Neuordnung gescheitert und die SPD steht blamiert da.“

Geradezu hilflos wirkt die Stellungnahme von Kultursenatorin Kisseler nach dem wirkungslos verstrichenen Ultimatum. Statt selber aktiv Konsequenzen zu ziehen, kann sie nur noch darauf hoffen, dass Hochtief nun endlich einlenkt und weiterbaut.

Dr. Eva Gümbel: „Das Ultimatum ist sang und klanglos verpufft. Die Stadt hat nichts als vage Ankündigungen in der Hand. Das ist eine Strategie des Scheiterns.“

Hochtief kündigt an, ein Gerüst für die Fassade zu bauen und Hebepressen für die Absenkung des Saaldaches aufzubauen. Gleichzeitig wimmelt die Erklärung von Hochtief vor neuen Ausweichstrategien und Schuldzuweisungen an die Stadt, die den nächsten Baustopp „aus Sicherheitsgründen“ schon zwischen den Zeilen ankündigen.

In der dürren Presseerklärung der Kulturbehörde werden die Aussagen von Hochtief beschönigend interpretiert. Während das Bauunternehmen langatmig erklärt, warum das Dach noch nicht abgesenkt werden könne und auf die Mitverantwortung der Stadt verweist,  scheint die Senatorin zu glauben, dass Hochtief das Dach jetzt auf eigene Verantwortung absenken wolle. Dr. Eva Gümbel:  „Das ist pures Wunschdenken. Der Öffentlichkeit wird ein falsches Bild vermittelt. Denn: Die Stadt hat die Probleme mit dem Generalunternehmer noch nicht ansatzweise gelöst.“

Auch zu einer möglichen künftigen Kooperation mit den Generalplanern Herzog & de Meuron wirft Hochtief nur eine Nebelkerze. Weder „Gespräche auf verschiedenen Ebenen“  noch vorgebliche gemeinsame Ziele allgemeinster Art werden die massiven Kooperationsprobleme lösen. Dr. Eva Gümbel: „Nichts davon ist belastbar. Mindestens eine gemeinsame Erklärung mit dem Büro Herzog & de Meuron wäre heute nötig gewesen, um wenigstens etwas Hoffnung für den Weiterbau zu geben.“

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