Schlechter Partner für die Stadt

Arbeitsplatzabbau bei Vattenfall

Schlechter Partner für die Stadt

Vor wenigen Tagen präsentierte der Erste Bürgermeister die Unternehmen Vattenfall Europe AG und E.ON-Hanse als Hamburgs Partner für die Energiewende. Keine Woche später verkündet Vattenfall einen geplanten Abbau von acht Prozent der Hamburger Stammbelegschaft.

Presseberichten zufolge stehen zwei Modelle zur Entscheidung: Entweder die Streichung von 360 Arbeitsplätzen oder die Auslagerung des kompletten Kundendienstes nach Mecklenburg-Vorpommern.

Hierzu erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der GAL-Bürgerschaftsfraktion, Dr. Anjes Tjarks:

„Es ist ziemlich unverschämt vom Senat, Vattenfall zu einem wichtigen Partner für Beschäftigung in unserer Stadt zu erklären, wenn der Konzern wenige Tage später einen massiven Stellenabbau ankündigt. Der Bürgermeister hat diese neue Partnerschaft verhandelt und unterschrieben. Er trägt die Verantwortung für diese Partnerschaft und muss jetzt erklären, warum er keine Beschäftigungsgarantien für den Standort Hamburg herausgeholt hat. Gute Politik für Arbeitsplätze sieht anders aus.“

Hierzu ergänzt Jens Kerstan, energiepolitischer Sprecher und Vorsitzender der GAL-Bürgerschaftsfraktion:

„Vattenfall als Partner für die Energiewende zu preisen, ist wegen der Erfahrungen Hamburgs mit diesem Unternehmen ziemlich dreist. Der geplante Arbeitsplatzabbau setzt dem Ganzen die Krone auf. Dieser Schritt ist die Folge einer verfehlten Unternehmenspolitik – nicht nur in Sachen Klimaschutz –,für die die Beschäftigten jetzt und die Kunden später die Zeche zahlen sollen.“

Vor diesem Hintergrund wollen wir wissen, ob der Bürgermeister es überhaupt versucht hat, über Perspektiven des Standortes Hamburg zu verhandeln. Die GAL-Fraktion hat dazu eine Kleine Anfrage eingereicht.

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