Flüchtlinge in Planung und Bau von Unterkünften einbeziehen

Integration von Geflüchteten

Flüchtlinge in Planung und Bau von Unterkünften einbeziehen

Die Frage der Unterbringung von Geflüchteten stellt den Stadtstaat Hamburg vor große Herausforderungen. An vielen Standorten in der Stadt sollen im Rahmen des Programms "Flüchtlingsunterkünfte mit der Perspektive Wohnen" deshalb neue Wohnungen gebaut werden. Gleichzeitig bringen viele Flüchtlinge berufliche Erfahrungen und Kenntnisse in diesem Bereich mit.
Passivhaus im Bau

Dies will die rot-grüne Koalition unter dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" nutzen und gleichzeitig Integration befördern. Ziel eines Antrags für die kommende Bürgerschaftssitzung in dieser Woche ist es, ein Pilotprojekt aufzusetzen, in dem Flüchtlinge gemeinsam mit einem Kooperationspartner Selbstausbau-/Modulbau-Wohnprojekte realisieren (s. Anlage).

Dazu Olaf Duge, wohnungspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion:

„Wir wollen den Menschen Angebote machen, um sie zügig in unserer Gesellschaft einzugliedern. Deshalb dürfen wir sie nicht zur Untätigkeit verdammen, sondern müssen ihnen Chancen geben, aktiv ihre Lebensbedingungen zu gestalten. Hamburg hat vielfältige Erfahrungen von Selbsthilfebauprojekten. An diese wollen wir anknüpfen. Die Geflüchteten sollen helfen, die Wohngebäude zu planen und zu bauen. Dies bietet ihnen gleichzeitig die Chance, sich fachlich zu qualifizieren und ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Die Menschen können so ihre beruflichen und wohnlichen Perspektiven verbessern. Wir wollen nicht Fehler der Vergangenheit durch mangelnde Einbindung wiederholen, sondern alsbald zu positiven Ergebnissen kommen.“

Dazu Dirk Kienscherf, Fachsprecher Stadtentwicklung der SPD-Fraktion:

„Mit dem Projekt ‚Hilfe zur Selbsthilfe bei der Errichtung von Wohnraum‘ wollen wir Flüchtlingen die Möglichkeit geben, sich aktiv zu betätigen. Es geht uns darum, gemeinschaftliche Arbeit zu fördern. Wir wollen, dass Flüchtlinge vorhandene Qualifikationen einbringen und erste Kontakte zu Betrieben, hinsichtlich Ausbildung und Beschäftigung, knüpfen. Das Konzept leistet so einen weiteren Beitrag zur Integration. Es soll zunächst ein Pilotprojekt gestartet werden.“

 

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