Trotz Millionen-Umsatz zahlt die Stadt Jahr für Jahr drauf

Hafengeburtstag

Trotz Millionen-Umsatz zahlt die Stadt Jahr für Jahr drauf

Trotz eines Umsatzes von über 70 Mio. Euro ist der Hafengeburtstag Jahr für Jahr ein Verlustgeschäft für Hamburg. Das geht aus der Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage (s. Anhang) der GAL-Fraktion hervor. Die Grünen fordern, dass der Senat bis zum nächsten Hafengeburtstag ein kostendeckendes Konzept vorlegt.

Dr. Anjes Tjarks, wirtschaftspolitischer Sprecher der GAL-Fraktion, sagt dazu:

„Der Hafengeburtstag ist eine tolle Veranstaltung. Aber sie muss nicht künstlich subventioniert werden. Für mich ist schwer nachvollziehbar, dass man bei einem Umsatz von mehr als 70 Mio. Euro Jahr für Jahr ein Minus im Hamburger Haushalt erzeugt. Beim Alstervergnügen und bei den Weihnachtsmärkten gibt es diese Probleme nicht. So eine Misswirtschaft ist unerträglich, wenn auf der anderen Seite Kinder- und Jugendeinrichtungen geschlossen werden sollen.“

Die Hamburg Messe und Congress GmbH hatte 2011 eine Umfrage durchgeführt, nach der auf dem Hafengeburtstag ein Umsatz von 73 Mio. Euro gemacht wurde. Dabei waren noch nicht mal Übernachtungskosten und ähnliches eingerechnet. In seiner Antwort schreibt der Senat nun: „Der genannte Umsatz entstammt keiner direkten Erhebung […]. Der Senat stellt diese Zahl deswegen nicht in Relation zu den Veranstaltungskosten.“

Tjarks dazu: „

Diese Antwort ist eine Frechheit. Wenn die stadteigene Hamburg Messe und Congress GmbH Zahlen erhebt und veröffentlicht, erwarte ich vom Senat, dass er sich damit auseinandersetzt oder sie überprüft. Der Senat verschließt hier bewusst die Augen vor der eigenen Misswirtschaft. Ich erwarte, dass Senator Horch rechtzeitig vor dem nächsten Hafengeburtstag ein kostendeckendes Konzept für den Hafengeburtstag vorlegt.“

 

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