Hamburg darf nicht abgehängt werden

Kultur- und Kreativwirtschaft

Hamburg darf nicht abgehängt werden

Hamburgs Spitzenposition als Standort der Kreativwirtschaft ist in Gefahr. Umsätze und Wertschöpfung verminderten sich zwischen 2003 und 2008 deutlich. Das belegen die Antworten auf eine Große Anfrage der GAL-Fraktion. Eine Zukunftsbranche erodiert, und der Senat hat keine erkennbare Strategie, wie diese Entwicklung zu stoppen ist.

Die Grünen fordern die SPD zu einer abgestimmten und besseren Förderung des Kreativ-Sektors auf.

Christa Goetsch, kulturpolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion, erklärt dazu:

„Der Weg, den Hamburg mit Unterstützung der Grünen in der Förderung von Kultur- und Kreativwirtschaft eingeschlagen hat, ist richtig. Jetzt ist Hamburgs Spitzenposition in Gefahr. Im gerade veröffentlichten Kulturmetropolenranking des HWWI landet die Stadt nur noch auf Platz 9 unter den 30 größten Städten Deutschlands. Hamburg darf es nicht zulassen, auch als Standort für Kreativberufe ins Mittelmaß abzurutschen. Hier ist der Senat gefordert.

Die vielen kleinteiligen Maßnahmen müssen in eine abgestimmte Gesamtstrategie fließen. Bislang hüllt sich der Senat zu klaren Zielen jedoch in Schweigen. Es müssen mehr bezahlbare Flächen für Kreative gefunden werden, außerdem gibt es bislang zu wenig passende Finanzierungsmöglichkeiten für Start-Ups aus diesem Bereich. Die SPD darf nicht ausschließlich auf den Hafen blicken, sondern muss der Kultur- und Kreativwirtschaft mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung schenken.

Die von den Grünen initiierte Gründung der Hamburg Kreativ Gesellschaft ist ein Erfolg, der international Beachtung findet. Die Kreativgesellschaft bündelt die Kompetenz für den Wirtschaftzweig und koordiniert die behördenübergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung in der Stadt. Sie ist gerade für die vielen Kleinunternehmer und Start-Ups ein unersetzlicher Partner. Es ist wichtig, dass die Arbeit der Kreativgesellschaft von der Stadt verstetigt wird. Der Gesellschaftervertrag endet 2015. Der Senat muss rechtzeitig das Signal senden, dass es weitergeht.“

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