Bürgerschaftsfraktionen von SPD, CDU, Grünen, FDP und LINKE unterstützen Bewerbung

EuroPride 2020 in Hamburg

Bürgerschaftsfraktionen von SPD, CDU, Grünen, FDP und LINKE unterstützen Bewerbung

Mit einer gemeinsamen Initiative zur nächsten Bürgerschaftssitzung unterstützen die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen, FDP und LINKE die Bewerbung Hamburgs um die Ausrichtung des EuroPride 2020 (siehe Anlage).
CSD-Parade in Hamburg: große Bögen aus regenbogenfarbenen Luftballons und Flaggen

Seit 2003 organisiert Hamburg Pride jährlichen Christopher Street Day (CSD) in der Hansestadt und bewirbt sich nun bei der European Pride Organizers Association (EPOA) um die auf Europa konzentrierte Veranstaltung. Der EuroPride steht für ein vielfältiges und solidarisches Europa und sorgt für Begegnung, Austausch, gegenseitiges Lernen und leistet somit einen Beitrag für den Zusammenhalt in Europa. Neben der politischen Parade während der EuroPride Week ist für die Ausrichterstadt auch die Organisation einer internationalen Menschenrechtskonferenz obligatorisch. Bereits 2004 hatte sich Hamburg erfolgreich als Ausrichterstadt des EuroPride präsentiert und steht dadurch in einer Reihe mit Städten wie zum Beispiel Rom, London, Madrid und Amsterdam. Das Jahr 2020 bietet überdies einen denkwürdigen Anlass, denn dann findet in Hamburg das 40jährige CSD-Jubiläum statt.

Dazu Farid Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer und Sprecher für Lesben, Schwule und Queers in der Grünen Bürgerschaftsfraktion:

"Zum 40-jährigen Geburtstag des Christopher-Street-Days wollen wir in Hamburg ein europäisches Fest ausrichten: Das passt zu unserer Hansestadt und ist eine riesige Chance unsere Weltoffenheit und Vielfalt zu zeigen. Ich wünsche dem Verein Hamburg Pride viel Glück und Erfolg in der Bewerbung zum EuroPride 2020!"

Dazu Annkathrin Kammeyer, Fachsprecherin LSBTI (Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle) der SPD-Fraktion:

"Die Bewerbung Hamburgs um den EuroPride 2020 setzt ein weiteres starkes Zeichen für unsere bunte, tolerante und weltoffene Stadt. Wir unterstützen diese Bewerbung ausdrücklich und drücken die Daumen, dass Hamburg sich im 40. Jubiläumsjahr des CSD als Gastgeber des Europride präsentieren kann. In den letzten Jahren konnte die Stadt durch seine Initiativen wie den Aktionsplan für Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt und den Beitritt zum Rainbow Cities Network schon deutliche Akzente im regionalen und internationalen Bereich für die Rechte von LSBT*I setzen. Das Engagement der Zivilgesellschaft, insbesondere der queeren Community in Hamburg ist herausragend. Gemeinsam wollen wir mit der Austragung des EuroPride 2020 ein starkes internationales Zeichen für mehr Toleranz und Vielfalt setzen."

Dazu Franziska Grunwaldt, Fachsprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion für Gleichstellung:

"Das 40jährige CSD-Jubiläum in Hamburg ist ein denkwürdiger Anlass, um den EuroPride 2020 in der Hansestadt auszurichten. Der EuroPride steht seit Jahrzehnten für die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Liebe. Der Weg zur Gleichberechtigung und Anerkennung war weit und ist auch in vielen europäischen Ländern noch nicht abgeschlossen. EuroPride ist auch wichtig für das Verständnis einer modernen Großstadtgesellschaft. Bereits 2004 hat die Veranstaltung auch auf Initiative von Ole von Beust in Hamburg stattgefunden. Ich würde mich freuen, wenn durch die Ausrichtung des EuroPride 2020 erneut ein Zeichen der Toleranz und Akzeptanz von Hamburg ausgeht!"

Dazu Martin Dolzer, queerpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE:

"Besonders wichtig ist uns im Zusammenhang mit der Bewerbung zum EuroPride ein gutes Konzept für die Menschenrechtskonferenz und dass ein vielfältiges politisches Rahmenprogramm ermöglicht wird. Weltweit und in vielen Staaten Europas werden LSBTI-Menschen noch immer, zum Teil sogar zunehmend diskriminiert oder verfolgt. Gemeinsam setzen wir uns für ein diskriminierungsfreies Leben ein. Wir unterstützen den Verein Hamburg Pride e.V. bei seiner Bewerbung um den EuroPride. Sollte er nach Hamburg kommen, könnten Zivilgesellschaft und Politik gemeinsam daran arbeiten, die teilnehmenden queeren Communities durch Veranstaltungen, Gespräche und konkrete Projekte zu stärken."

Dazu Jens P. Meyer, gleichstellungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion:

"Hamburg ist als weltoffene und tolerante Metropole der ideale Gastgeber für die EuroPride 2020. Wir Freie Demokraten unterstützen deshalb die Community bei der Bewerbung Hamburgs um die Ausrichtung der EuroPride. Gerade in Zeiten, in denen in anderen Ländern LGBTI*-Menschen teilweise um ihr Leben fürchten müssen, wollen wir Freie Demokraten ein Zeichen setzen - für Vielfalt, Akzeptanz und Lebensmut. Mit der EuroPride macht Hamburg deutlich: Unsere Gesellschaft ist bunt, wir stehen ein für Toleranz und Gleichstellung!"

Hintergrund:
In Hamburg richtet Hamburg Pride e.V., 2003 gegründet und 2010 als gemeinnützig anerkannt, den jährlichen CSD aus. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, die in der Öffentlichkeit bestehenden Vorurteile und Diskriminierungen gegenüber Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- oder Intersexuellen abzubauen und die volle rechtliche Gleichstellung dieser Gruppen in allen Lebensbereichen zu fördern. Hamburg Pride e.V. hat im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens bei der European Pride Organizers Association (EPOA) einen Letter of Intent (LOI) eingereicht, die Lizenzgeber des EuroPride ist. Die European Pride Organizers Association wurde 1991 gegründet und ist das europaweite Netzwerk sowie die Interessenvertretung der lokalen Pride-Veranstalter. Die EPOA setzt sich für die Stärkung der Rechte von LSBTI auf gesamteuropäischer Ebene ein, sie unterstützt die lokalen Pride-Organisatoren bei ihrer Arbeit sowie Veranstaltungsplanung und vernetzt die verschiedenen Organisationen miteinander und organisiert zudem jährliche Treffen mit Mitgliederversammlungen und Workshops. Der EuroPride wird in der Regel nur an Städte vergeben, die über eine erfahrene Community und Pride-Veranstalter mit entsprechender Infrastruktur verfügen, um die politische Relevanz der Veranstaltung zu gewährleisten sowie die entsprechende öffentliche Wirkung sicherzustellen.

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