Microsoft-freie Hansestadt Hamburg

Offener IT-Gipfel in Hamburg

Microsoft-freie Hansestadt Hamburg

Am Tag des Nationalen IT-Gipfels hat die Grüne Bürgerschafsfraktion gemeinsam mit der Open Source Business Alliance zum Offenen IT-Gipfel eingeladen. Im Mittelpunkt der Tagung am Nachmittag steht die Frage, wie eine Microsoft-Ausstiegsstrategie für Hamburg aussehen könnte.
Hamburger Rathaus vor stark bearbeitetem, blauen Himmel

Der Gipfel soll generell aufmerksam machen auf die zu hohe Abhängigkeit deutscher Regierungsverwaltungen und deutscher Unternehmen von US-Giganten wie Microsoft, Google und Cisco.
 

Farid Müller, medien- und netzpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion, sagt dazu: „Wir wollen, dass Hamburg unabhängig wird von Software-Riesen wie Microsoft & Co.. Derzeit laufen auf rund 40.000 IT-Arbeitsplätzen in der städtischen Verwaltung Microsoft-Programme – von Windows über Office bis zum Internet Explorer. Allein die Lizenzgebühren belaufen sich überschlägig gerechnet auf 25 Mio. Euro im Jahr. Hier kann die Stadt viel Geld sparen und Datensicherheit gewinnen. Deshalb braucht Hamburg ,Freiheit von Microsoft‘, damit sie auch in einer digitalen Zukunft die ,Freie und Hansestadt Hamburg‘ bleiben kann. Die Stadt München hat es vorgemacht und sich bereits Mitte der 2000er Jahre von Microsoft verabschiedet und ihre IT-Infrastruktur selbst in die Hand genommen. Seit Ende 2013 laufen 15.000 PC-Arbeitsplätze in der Münchner Verwaltung auf Linux. Open Source-Lösungen wie Linux oder Firefox sind in der Regel sicherer, kostengünstiger und innovativer als die Angebote von Microsoft und Co. Die Kosten für die Lizenzgebühren und Aktualisierungen fallen weg.“

Hintergrund
Der Offene IT-Gipfel wird am 21. Oktober 2014 ab 14 Uhr im Anschluss an den nationalen IT-Gipfel im Kaisersaal des Hamburger Rathauses von der Grünen Fraktion der Hamburger Bürgerschaft in Kooperation mit der Open Source Business Alliance ausgerichtet. Die Veranstaltung wendet sich an Entscheider in Wirtschaft, Politik und Verwaltung sowie die Presse. Weitere Informationen finden sich hier: www.oitg14.de und www.gruene-fraktion-hamburg.de/offener-it-gipfel

Zur Berechnung der Lizenzkosten für die Stadt Hamburg: Der Senat hat auf eine Anfrage der Grünen Fraktion genaue Angaben zu den derzeitigen Lizenzgebühren verweigert und verweist auf eine Anweisung aus dem Bundesinnenministerium. Für die Grünen ist dies nicht akzeptabel, derzeit wird geprüft, ob diese Auskunftsverweigerung rechtmäßig ist. Da die Zahlen für die 15.000 Arbeitsplätze der Stadt München detailliert vorliegen, wurden auf dieser Basis die Lizenzkosten für Hamburg hochgerechnet. Selbst konservativ gerechnet, kommt man auf eine Summe von rund 25 Mio. Euro an Lizenzgebühren pro Jahr. Durch den Einsatz von Open-Source-Software auf städtischen Rechnern könnte die Stadt Hamburg viel Geld sparen und an Kontrolle und Datensicherheit gewinnen.

Dokument: 

Das vollständige Tagungsprogramm des Offenen IT-Gipfels als PDF zum Ausdrucken

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