Senat muss sich für Live-Musik-Clubs einsetzen

Höhere GEMA-Gebühren

Senat muss sich für Live-Musik-Clubs einsetzen

Bundesweit wird es am Samstag zum Protest von Club- und Kneipenbetreibern gegen die neue Gebührenordnung der GEMA kommen. Den Betreibern drohen deutliche Mehrkosten durch die Vereinheitlichung der Gebühren auf nur zwei Tarife. Die GAL-Fraktion fordert vom Senat, das Förderinstrument der Hansestadt für Live-Musik-Clubs zu retten.

Farid Müller, medienpolitischer Sprecher der GAL-Fraktion, sagt dazu:

„Der SPD-Senat ist in der Pflicht, das Förderinstrument für Live-Musik-Clubs zu retten. Er muss für sie entweder einen höheren Rabatt aushandeln oder aber die Fördermittel entsprechend erhöhen. Mit freundlichen Appellen der SPD-Fraktion wird sich die prekäre Lage jedenfalls nicht lösen lassen."

Hamburg unterstützt die Live-Musik-Clubs der Stadt über den Kulturhaushalt mit jährlich etwa 160.000 Euro. Die Clubs können ihre GEMA-Rechnungen einreichen und erhalten circa 50 Prozent aus Steuergeldern erstattet. Diese Maßnahme wurde als Unterstützung der privaten Musikbühnen eingerichtet. Nicht eingeschlossen dabei sind Diskotheken. Misch-Clubs erhalten bei einem Mindestanteil an Live-Konzerten dagegen auch eine Erstattung. Wenn die GEMA jetzt die Gebühren massiv erhöht, läuft die Förderung der Stadt für die Live-Musik-Clubs ins Leere – sie reicht dann nicht mehr aus.

 

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