Interfraktioneller Appell zum geplanten Stellenabbau bei der Mopo

Journalistische Vielfalt erhalten

Interfraktioneller Appell zum geplanten Stellenabbau bei der Mopo

Aktuellen Berichten zufolge plant das Verlagshaus DuMont Mediengruppe einen massiven Stellenabbau bei der Hamburger Morgenpost. Die Bürgerschaftsfraktionen von SPD, CDU, Grünen und FDP sehen dies mit großer Sorge und appellieren an die Verantwortlichen, die journalistische Arbeit der Mopo nicht zu gefährden.
Makroaufnahme von Zeitungsartikel

Dazu Hansjörg Schmidt, medienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Die Mopo ist ein Eckpfeiler der politischen und gesellschaftlichen Berichterstattung in Hamburg und bereichert die journalistische Vielfalt unserer Stadt. Ich appelliere an die Verantwortlichen der DuMont Mediengruppe, die digitale Transformation der Mopo nicht durch ein übermäßiges Sparprogramm bei der Redaktion in die Sackgasse zu führen.“

Dazu Carsten Ovens, medienpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Eine lebendige und vielfältige Presselandschaft ist für die Funktionsfähigkeit der Demokratie unerlässlich. Die angekündigten Kürzungen bei der Mopo sind deshalb ein schwerer Schlag für den Medienstandort Hamburg. Ich hoffe, dass die DuMont Mediengruppe übermäßige Abbaumaßnahmen vermeidet und die journalistische Qualität der Mopo-Redaktion in Hamburg sicherstellt. Dem Vertrauensverlust der Leserschaft durch Herabsenkung eigener Standards zu begegnen, ist ein Irrweg.“

Dazu Farid Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer und medienpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Unsere Demokratie braucht auch die Kontrolle der Medien. Eine massive personelle Schwächung einer Traditionszeitung wie der Mopo, gefährdet dieses wichtige Zusammenspiel zwischen Politik und Medien für die Demokratie. Ich frage mich schon, warum ausgerechnet am Inhalt der Zeitung gespart werden soll, wenn doch genau dieser Inhalt in Zeiten der Teil-Öffentlichkeiten im Internet gebraucht wird. Stattdessen wären doch Investitionen und Konzepte gefragt, wie der Rückgang der gedruckten Auflage und des Anzeigenaufkommens online kompensiert werden können. Einfach nur Redakteure zu entlassen, ist zu einfach als Reaktion auf diese Herausforderung. Die Mopo gehört zu Hamburg wie der Fischmarkt und die Alster, deshalb haben gerade ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unsere volle Solidarität.“

Dazu Michael Kruse, Parlamentarischer Geschäftsführer und medienpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion: „Die Hamburger Presselandschaft lebt von ihrer Vielfalt und zu dieser Vielfalt gehört die Traditionszeitung Hamburger Morgenpost. Der Verlag DuMont erfindet sich derzeit neu und geht mit großen Schritten in eine digitale Zukunft. Es wäre wünschenswert, wenn diese Zukunft mit qualitativ hochwertigen Redaktionen am Standort Hamburg stattfindet.“

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