Senat hat kein Ganzjahres-Konzept für Obdachlose

Ende des Winternotprogramms

Senat hat kein Ganzjahres-Konzept für Obdachlose

Am 16. April endet das Winternotprogramm für Obdachlose und für mehr als 1.400 Menschen geht es wieder „zurück auf die Straße“. Die GAL-Fraktion fordert ein solide finanziertes und ganzjähriges Konzept in der Obdachlosenhilfe.

Katharina Fegebank, sozialpolitische Sprecherin der GAL-Fraktion, erklärt dazu:

„Das Winternotprogramm ist keine nachhaltige Lösung für das Problem Obdachlosigkeit. Wir fordern die Stärkung der bereits bestehenden Beratungsangebote. Das Angebot in der öffentlichen-rechtlichen Unterbringung ist immer noch zu gering. Es fehlt vor allem an Plätzen für Frauen, Familien und Jugendliche. Der Senat und die Bezirke müssen gemeinsam das Angebot verbessern und weitere Flächen für die Unterbringung bereitstellen. Es fehlt weiterhin an einem solide finanzierten und ganzjährigen Konzept in der Obdachlosenhilfe.“

Bereits im November 2011 hatte die GAL-Fraktion die Stärkung der bestehenden Beratungsangebote und Hilfestellungen in der Wohnungssicherung und der Obdachlosenhilfe gefordert.

Auf dem Wohnungsmarkt konkurrieren Obdachlose mit anderen sozialen Gruppen mit geringem Einkommen. Der Kooperationsvertrag zwischen Senat und Wohnungswirtschaft hat bisher nicht dazu geführt, dass die Wohnungswirtschaft die geforderte Anzahl an Wohnungen für Obdachlose bereitstellt. Dazu sagt Katharina Fegebank:

„Der Senat muss auf die Einhaltung der Verträge bestehen und zusätzliche Belegungsbindungen für Obdachlose ankaufen, damit hier wirklich eine Verbesserung stattfindet.“

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