Arbeitsmarkt

Jugendberufsagentur
Unter dem Motto „Keiner darf verloren gehen“ wurde am Montag die Jugendberufsagentur eröffnet. Hier soll eine ganzheitliche und umfassende Beratung nach dem Prinzip „alles unter einem Dach“ stattfinden. Die Grünen begrüßen dies zwar, kritisieren aber die fehlende Einbindung der freien Träger.
Senioren in Minijobs
Immer mehr ältere Menschen müssen arbeiten, um ihre Rente aufzustocken. Zurzeit arbeiten bundesweit etwa 800.000 Seniorinnen und Senioren in Minijobs. Sie tragen Zeitungen aus oder füllen Regale im Supermarkt auf. Aus Sicht der Grünen wird sich die Lage gerade in Hamburg bei sinkenden Renten und steigenden Mieten weiter zuspitzen.
Arbeitsmarktbericht
Nach dem Arbeitsmarktbericht waren in Hamburg im Juli 72.653 Menschen arbeitslos gemeldet. Das ist ein Zuwachs von 2.384 oder 3,4 Prozent im Vergleich zum Juni. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent. Auffällig ist dabei der deutliche Anstieg von Arbeitslosen unter 25 Jahren. Im Vergleich zum Vormonat stieg deren Zahl um 914 oder 18,4 Prozent auf 5.890.
HAB-Rettung kostet 10 Mio. Euro
Das am Montag bekannt gewordene Sanierungskonzept für die Hamburger Arbeit (HAB) ist ein neuer Tiefpunkt im unrühmlichen Niedergang des einstigen Prestigeprojektes der SPD-Arbeitsmarktpolitik in Hamburg. Hier wird aus Sicht der Grünen Geld verschwendet, während es bei der Kinder- und Jugendhilfe an allen Ecken und Enden fehlt.
Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse
Seit April ist das Bundesgesetz zur Anerkennung von ausländischen Abschlüssen in Kraft. Ein GAL-Antrag vom März 2011 (Drs. 20/112) bildete die Grundlage für das Hamburger Landesgesetz. Am Donnerstag soll die Bürgerschaft dieses Gesetz verabschieden, welches den Betroffenen einen Rechtsanspruch auf Beratung einräumt und mehr Unterstützung als in allen anderen Bundesländern.
Tag der Arbeit
Nach gut einem Jahr fällt die Bilanz des SPD-Senats in der Arbeitsmarktpolitik zum 1. Mai ernüchternd aus. Eine Fachkräftestrategie soll bis Ende 2012 entwickelt, ein Mindestlohngesetz bis Dezember geprüft werden. Die GAL-Fraktion sieht kein Konzept für einen echten sozialen Arbeitsmarkt, für Langzeitarbeitslose und gesellschaftliche Minderheiten
Fachkräftemangel
Seit Jahren ist der Fachkräftemangel eines der Top-Themen der Wirtschaft – auch in Hamburg. Senator Scheele verweist nun in einer Presseerklärung zur Auftaktveranstaltung des Demografie Netzwerk e.V. auf eine Lücke von 100.000 Menschen im erwerbsfähigen Alter und kündigte die Entwicklung einer „Strategie zur Sicherung des Fachkräftebedarfs“ bis Ende 2012 an.
8,50 Euro in Hamburg
In einem Zusatzantrag zur Bürgerschaftssitzung am Mittwoch fordert die GAL-Fraktion für Hamburg einen Mindestlohn von 8,50 Euro. Wie die Antwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der GAL bestätigt, schützt ein Mindestlohn in dieser Höhe die Beschäftigten vor Lohnarmut und kann in allen Leistungsbereichen für finanzielle Entlastungen sorgen.
Initiative für Hamburger Mindestlohn
Die GAL-Fraktion befürwortet einen Mindestlohn für Hamburg. Wie auch die SPD arbeiten die Grünen am Entwurf für ein Hamburger Mindestlohngesetz, mit dem die Stadt für ihre eigenen Unternehmen eine Lohnuntergrenze von 8,50 Euro einführt.
Keine Schlecker-Transfergesellschaft
Schlecker muss jetzt Chefsache werden: Senator Scheele hatte angekündigt, sich persönlich um das Schicksal der mehr als 200 Frauen in Hamburg betroffenen Schlecker-Mitarbeiterinnen zu kümmern. Nun müssen Taten folgen.

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