Energie

Senat verhindert Vor-Ort-Kraftwerk in Hummelsbüttel
Bei der Energiewende tritt der Senat auf die Bremse: Am Tegelsbarg in Hummelsbüttel wollten SAGA und HamburgEnergie für 1.000 Wohneinheiten ein umweltfreundliches Blockheizkraftwerk bauen. Dies hätte für die Mieter eine deutliche Entlastung beim Strompreis bedeutet.
Topbeamter wird Vattenfall-Berater
Am Mittwoch berichten WELT und Abendblatt über den Wechsel des städtischen Topbeamten Hans-Joachim Klier (SPD) zu Vattenfall. Er wurde 2011 kurz nach seiner Pensionierung Berater des Konzerns – mitten in der heißen Phase der Netze-Deal-Verhandlungen. Für die Grünen hat diese Personalie wie auch das fragwürdiges Energie-Gutachten einen deftigen Beigeschmack.
Energienetze / Schlampige Kaufpreisprüfung
Hat der Senat für die Energienetze zu viel an Vattenfall bezahlt? Der „Spiegel“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass der Senat bei der Kaufpreisbewertung die Angaben des Konzerns nur „stichprobenartig“ geprüft habe. Die eigenen Fachbeamten nannten die Angaben „schwer, kaum oder gar nicht verwertbar“ – diese Einschätzung wurde aber ignoriert. Die Grünen halten dies für grob fahrlässig.
Netze-Gutachten und Vattenfall-Jahresabschlüsse
Die Vattenfall Stromnetz- und Fernwärmegesellschaften, an denen der Senat sich mit 25,1 Prozent beteiligt hat, haben bis heute keine Jahresabschlüsse für 2012 vorgelegt – andere Konzerntöchter schon. Über die Gründe dafür fordern die Grünen vom Senat Aufklärung.
Kaufpreisermittlung für Energienetze
Der Senat hält die Bewertungsgutachten der Energienetze unter Verschluss – obwohl er diese nach dem Transparenzgesetz offenlegen müsste. Die Gutachten sind entscheidend zur Bewertung des Kaufpreises für den 25,1-%-Anteil des Senats. Die Abgeordneten durften die Gutachten zwar einsehen – allerdings unter nie dagewesenen Restriktionen.
Rückkauf der Energie-Netze
Als Teil ihres Abwehrkampfs gegen die Volksinitiative für die Hamburger Energienetze hat die SPD das Thema Netzrückkauf zur Aktuellen Stunde der Bürgerschaft angemeldet. Nach Ansicht der Grünen ist der altbekannte Schulterschluss der SPD mit Vattenfall kaum aktuell, wohl aber die massive Kampagne der Wirtschaftsverbände zugunsten von Senat und Energiekonzernen und gegen die Volksinitiative.
Offener Brief an die Handwerkskammer Hamburg
Jens Kerstan hat einen offenen Brief an die Handwerkskammer formuliert, nachdem diese sich als Gegner des Netzerückkaufs positioniert hatte.
Netzerückkauf
Freitag haben Handels- und Handwerkskammer mit Industrie- und Immobilienbossen einen Pakt vorgestellt, mit dem sie den Rückkauf der Energienetze von Vattenfall verhindern wollen. Für die Grünen ist dies ein Schulterschluss der Wirtschaftselite gegen das Volk, das laut Umfragen mehrheitlich für Netze in Bürgerhand ist.
Kraftwerk Tiefstack
Unter Beteiligung des Ersten Bürgermeisters hat Vattenfall den Grundstein für einen Wärmespeicher am Kohlekraftwerk Tiefstack gelegt. Die Grünen können den Enthusiasmus von Kohlekonzern und Senat für das Warmmachen von Wasser nicht teilen.
Krise bei Vattenfall
Vattenfall steckt tief in der Krise und will sich offenbar weitgehend aus dem Deutschlandgeschäft zurückziehen. Bestätigt wurde bereits der Verkauf des Anteils am AKW Brokdorf, auch der Rückzug aus der Braunkohle gilt als höchst wahrscheinlich. Was bedeutet das für Hamburg? Ein schwachbrüstiger Konzern als Partner für die Energienetze ist für die Stadt nicht tragbar.

Seiten

Subscribe to Energie