Kinder- & Jugendpolitik

Berichte über Haasenburg in Brandenburg
Medienrecherchen zufolge herrschen bei der Haasenburg GmbH in Brandenburg massive Missstände. Auch Minderjährige aus Hamburg werden in der geschlossenen Einrichtung betreut. Die Grünen fordern den Senat auf, keine Kinder mehr in die Haasenburg zu schicken und das Kapitel der geschlossenen Unterbringung als Hilfe zur Erziehung für Hamburg zu beenden.
Kita-Qualität
Kita-Verbände, Landeselternausschuss (LEA) und Sozialbehörde haben am Montag Eckpunkte für die Begutachtung der Kita-Qualität vorgestellt. Die Grünen begrüßen, dass diese Eckpunkte in einem breiten Beteiligungsprozess erarbeitet wurden. Sie fordern aber mehr Tempo bei der Umsetzung und kürzere Prüfabstände.
Kinder von Inhaftierten
Über die Situation von Kindern, deren Väter oder Mütter in Haft sind, ist wenig bekannt. Die Grünen wollen dies ändern und fordern den Senat mit einem Antrag auf, die Lebenssituation der Betroffenen genauer zu untersuchen und mögliche Hilfebedarfe zu ermitteln. Auch der Umgang zwischen Kindern und Eltern(teilen) in den Haftanstalten muss kindgerechter werden.
Sexueller Missbrauch
Die Bürgerschaft debattiert am Mittwoch über Hilfen für Opfer sexuellen Missbrauchs. Mit Hilfe eines bundesweiten Fonds sollen sie Trauma-Therapien oder andere Sachleistungen erhalten, die die Krankenkassen nicht komplett übernehmen. Die Grünen kritisieren, dass Hamburg seinen finanziellen Anteil von rund zwei Mio. Euro am Opfer-Hilfsfonds noch immer zurückhält.
Personaleinsparungen in Bezirken
Der Senat zwingt die Bezirke zu massiven Personaleinsparungen. Über die Folgen für den Kinderschutz debattiert Donnerstag die Bürgerschaft. Aus Sicht der Grünen muss der Senat sicherstellen, dass die Jugendämter von den Sparvorgaben ausgenommen bleiben. Darüber hinaus fordern sie die unverzügliche Nachbesetzung aller Stellen bei den kommunalen Jugendhilfeeinrichtungen.
Aktuelle Stunde zum Kita-Rechtsanspruch
Zum 1. August 2013 haben alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Anspruch auf eine fünfstündige Betreuung in der Kita. Der Senat macht dabei nicht mehr als eine gesetzliche Vorgabe des Bundes umzusetzen. Dass sich die SPD hierfür nun in der Aktuellen Stunde selbst feiert, das hätten sogar die Grünen ihr nicht zugetraut.
Ganztägige Bildung und Betreuung (GBS)
Der Unmut der Eltern über die Umsetzung der Hortbetreuung (GBS) wird immer größer. Zu Recht. Denn der Senat vernachlässigt im Zuge des Ganztagsausbaus die Qualität. Große Probleme gibt es insbesondere mit dem Mittagessen, der Personalausstattung und der Betreuung von Vorschulkindern. An vielen GBS-Schulen findet statt Bildung nur noch Aufbewahrung statt.
Erziehungsberatung
Während die Sozialbehörde die institutionelle Erziehungsberatung stärken will, geschieht in den Bezirken genau das Gegenteil: Seit Monaten wird dort das Personal in den Beratungsstellen ausgedünnt. Die Grünen kritisieren die mangelhafte Abstimmung zwischen Behörde und Bezirken und fordern ein Gesamtkonzept für die Erziehungsberatung in Hamburg.
Sexueller Missbrauch
Immer wieder gelangen Fälle sexuellen Missbrauchs an die Öffentlichkeit. Aktuell steht ein Erzieher unter Verdacht, ein vierjähriges Mädchen missbraucht zu haben. Die Grünen kritisieren, dass die Länder ihren finanziellen Anteil am bundesweiten Hilfsfonds für Missbrauchsopfer immer noch zurückhalten. Mit einer Anfrage wollen sie jetzt klären, ob Hamburg seinen Anteil am Fonds fest zugesagt hat.
Inklusion in Kitas
Die Bürgerschaft berät am Donnerstag über die Kita-Betreuung von Kindern mit Behinderung. Diese können je nach Grad der Behinderung zusätzliche Betreuungsstunden erhalten. Als Rechtsanspruch gilt dies aber erst ab 3 Jahren. Das ist aus Sicht der Grünen eine nicht hinnehmbare Ungleichbehandlung.

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