Obdachlosigkeit

Winternotprogramm überbelegt
Im Winternotprogramm für Obdachlose sind täglich alle Plätze belegt. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor (s. Anhang). Schon kurz nach dem Start des Programms im November lag die Auslastung bei über 100 Prozent. Die Zahlen zeigen, dass sich die Lage in diesem Winter weiter verschärft hat und dass die angebotenen Plätze nicht ausreichen.
Winternotprogramm/Arbeitsmigranten
Die Lage auf Hamburgs Straßen ist weiter angespannt. Die Plätze des Winternotprogramms sind belegt. Durch den Kälteeinbruch verschärft sich die Situation. Ein richtiger Schritt ist es, 1.000 neue Schlafplätze zu planen – bei der Umsetzung muss der Senat aber dringend nacharbeiten. Die Grünen fordern weitere Maßnahmen, unter anderem ein Clearinghaus wie in München.
Mehr Plätze für Flüchtlinge und Obdachlose
Wie der Senat am Dienstag bekannt gab, soll es in Hamburg bis zum kommenden Frühjahr schrittweise mehr Plätze für Flüchtlinge und Wohnungslose geben. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion begrüßt das. In Anbetracht des kommenden Winters und der zahlreichen Menschen, die auch weiterhin keinen Platz zum Schlafen und Leben haben, fordern die Grünen jedoch vom Senat umfassendere Schritte.
Start des Winternotprogramms
Am Donnerstag startet das Winternotprogramm in Hamburg. Für die Obdachlosen stehen 252 Schlafplätze bereit – das sind 110 Plätze weniger als 2011/12. Unterkünfte wie das Pik As sind schon zu 150 Prozent belegt. Die Grünen kritisieren die Kurzsichtigkeit des Senats und fordern eine Alternative zu den Massenunterkünften. Noch fehlt ein Gesamtprogramm des Senats gegen die Obdachlosigkeit.
Wohnungslose Familien in Hotels untergebracht
Der Senat muss auf eine Anfrage der LINKEN einräumen, dass in diesem Jahr bislang in 47 Fällen Wohnungslose in Hotels untergebracht wurden, weil keine Wohnung gefunden wurde. Dabei handelte es sich in 43 Fällen um Familien. Die Grünen fragen sich, warum der Senat es nicht verhindern kann, dass ganze Familien in die Obdachlosigkeit rutschen.
Unterbringung von Wohnungslosen
Die Plätze in der Öffentlichen Unterbringung reichen nicht mehr aus. Nach offiziellen Angaben sind rund 5.400 Menschen in Hamburg wohnungslos. Zahlen über die tatsächliche Anzahl an wohnungslosen Menschen gibt es in Hamburg nicht. Das neue Gesamtkonzept für Wohnungslose hat der Senat bisher noch nicht vorgestellt.
Ende des Winternotprogramms
Am 16. April endet das Winternotprogramm für Obdachlose und für mehr als 1.400 Menschen geht es wieder „zurück auf die Straße“. Die GAL-Fraktion fordert ein solide finanziertes und ganzjähriges Konzept in der Obdachlosenhilfe.
Schutz gegen Kälte für Obdachlose
Der HVV sperrt sich gegen die Forderung, obdachlosen Menschen in Hamburg für die Dauer der Kältewelle den Aufenthalt in seinen geheizten Fahrzeugen zu gestatten. Während das Winternotprogramm in den Abend- und Nachtstunden einen verlässlichen Schutz bietet, sind gerade in den Tagesstunden die extremen Temperaturen für viele obdachlose Menschen lebensbedrohlich.
Start des Winternotprogramms
Zum Start des Winternotprogramms hat der Senat sein Konzept zur Notunterbringung für den Winter 2011/12 vorgestellt. Der GAL-Fraktion gehen die Pläne nicht weit genug. Sie kritisiert die mangelnde Finanzierung und die nach wie vor ungeklärten Zuständigkeiten zwischen Behörde und Bezirk.
Konzept Kersten-Miles-Brücke
Die GAL-Fraktion sieht noch etliche ungeklärte Fragen zum Konzept für ein Toilettenhaus unter der Kersten-Miles-Brücke. Dazu haben die Grünen heute eine Kleine Anfrage eingereicht. Insbesondere zu den Kosten und zum Nutzen der geplanten Toilette fehlen noch überzeugende Angaben.
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