Wissenschaft

Besucherzentrum weiter voranbringen – Auf Tuchfühlung mit dem Campus Bahrenfeld

Der Campus Bahrenfeld mit DESY und dem neuen European XFEL-Röntgenlaser soll begeistern, anregen, neugierig machen – und zwar weit über die Wissenschaftsszene hinaus. Aus diesem Grund bringen die Regierungsfraktionen von Grünen und SPD zur kommenden Bürgerschaftssitzung einen Antrag ein, mit dem zum einen das Wachstum des Campus weiter vorangetrieben werden soll, zum anderen steht die Ausweitung des geplanten Besucherzentrums im Fokus (siehe Anlage). Insbesondere sollen in Zukunft deutlich mehr Hamburger Schülerinnen und Schüler verschiedener Alters- und Klassenstufen das DESY besuchen als bislang.

Dazu Anjes Tjarks, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Das Besucherzentrum im Herzen der Wissenschaft wird sich als neuer Magnet erweisen, da bin ich mir sicher. Es kann sich mit dem Röntgenlaser XFEL als `Elbphilharmonie der Forschung` einen Namen machen und begeisternde Ein- und Ausblicke in die Welt der Wissenschaft, der Grundlagen- und Spitzenforschung geben. Gerade auch für Schülerinnen und Schüler wird ein Besuch beim Campus Bahrenfeld eine anschauliche Reise in die naturwissenschaftliche Forschung sein. Der Campus Bahrenfeld mit dem DESY und zahlreichen weiteren Wissenschaftseinrichtungen, ist eine der renommiertesten und größten Forschungseinrichtungen Deutschlands und Europas und steht dabei sinnbildlich für die Zukunft Hamburgs als Metropole des Wissens. Wichtig ist, dass wir darüber hinaus das Wachstum des Campus Bahrenfeld in den nächsten Jahren deutlich voranbringen werden. Das tun wir zum Beispiel jetzt schon mit dem geplanten Technologiepark am Vorhornweg und dem Innovationszentrum an der Luruper Chaussee.“

Dazu Dr. Andreas Dressel, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Der Antrag ist ein bedeutender Schritt für die Weiterentwicklung des Campus Bahrenfeld und den Ausbau des Wissenschaftsstandorts Hamburg. Der Campus Bahrenfeld steht für geballte Kompetenz im Bereich der naturwissenschaftlichen Strukturforschung. Umso wichtiger ist es daher, die Stadtgesellschaft an diesen immensen Fortschritten teilhaben zu lassen. Ein Besucherzentrum ist für einen solchen integrativen Ansatz ein wichtiger Ankerpunkt. Hamburgerinnen und Hamburger sollen sich dort in Zukunft anschaulich über die Forschungsleistungen informieren können. Ebenso wichtig ist es, dass wir noch mehr Schülerinnen und Schülern als bislang die Tore zur Wissenschaft öffnen wollen. Der zukünftige Umgang mit Energieversorgung, Klimaschutz und Gesundheit wirft Fragen auf, die beantwortet werden müssen. Deswegen müssen wir schon heute unsere Kinder für diese Forschungsfelder begeistern. Die jungen Leute von heute sind der wissenschaftliche Nachwuchs von morgen.“

Dazu René Gögge, wissenschaftspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Wir sind stolz darauf, eine der wichtigsten naturwissenschaftlichen Forschungsstätten Deutschlands in unserer Stadt zu haben! Das künftig entstehende Besucherzentrum wird nun das Sahnehäubchen. Es soll nicht nur ein Ort der Wissenschaft sein, sondern vor allem einer der Begegnung und des Gesprächs. Dass die Angebote für Schülerinnen und Schüler ausgeweitet werden, bedeutet eine Investition in die Zukunft. Je mehr Begeisterung wir für die Wissenschaft entfachen können, desto besser für Hamburg! Wir investieren weiter in die Forschung wie in die Lehre und ermöglichen den Menschen Einblicke.“

Dazu Sven Tode, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Es ist schön zu sehen, wie rasant sich der Campus Bahrenfeld entwickelt. Neben dem DESY konnten wir zuletzt den European XFEL-Röntgenlaser in Betrieb nehmen, der bis nach Schenefeld reicht. Beide Projekte sind internationale Kooperationsprojekte. Daneben gibt es auf dem Campus zahlreiche Forschungseinheiten oder Exzellenzcluster, die zukunftsträchtige Projekte im Bereich der Strukturbiologie oder der Nanotechnologie erforschen. Diesen Bestand müssen wir jetzt strategisch weiterentwickeln, um diesen exzellenten Standort für Naturwissenschaft in Hamburg zu verfestigen. Der Einbezug des Stadtteils in eine solche Weiterentwicklung ist wichtig für die Akzeptanz vor Ort. Damit stellen wir auch sicher, dass für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein attraktives Arbeitsumfeld entsteht.“

Dazu Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Dosch, Vorsitzender des DESY-Direktoriums: „Wir begrüßen die Initiative der Bürgerschaft zum Ausbau des Besucherzentrums und des Schülerlabors bei DESY. Der direkte Kontakt mit der Öffentlichkeit – vor allem den Schülerinnen und Schülern – hat für DESY einen besonders hohen Stellenwert, um Naturwissenschaft nach außen zu vermitteln und für den Nachwuchs in der Region direkt erlebbar zu machen.“

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