Berufsbildung

Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerbildung verankert: Hürden der Integration abbauen

Seit August dieses Jahres können Referendarinnen und Referendare ein Zertifikat für „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ) erwerben und damit einzelne Prüfungsleistungen ganz oder teilweise ersetzen (Drs. 21/4696). Seitdem das Hamburger Schulsystem eine hohe Zahl geflüchteter Schülerinnen und Schüler aufnimmt, hat sich der Bedarf an dieser Qualifikation deutlich gesteigert; das Angebot wurde als fester Bestandteil in der Lehrerbildung verankert. Aus einer Kleinen Anfrage (Drs. 21/ 11025) der Grünen Bürgerschaftsabgeordneten Stefanie von Berg geht hervor, dass dieses noch sehr neue Angebot bei den in diesem Schuljahr tätigen Referendarinnen und Referendaren gut ankommt: 40 von ihnen sind aktuell dabei, diese Qualifikation zu erwerben.

Dazu Stefanie von Berg, bildungspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „In einem Zuwanderungsland wie Deutschland sind gut qualifizierte Lehrkräfte ein wichtiger Faktor für den Erfolg von Integration. Besonders diejenigen, die die Qualifikation Deutsch als Zweitsprache absolviert haben, verfügen neben ihrer Fachlichkeit über hohe pädagogische und interkulturelle Kompetenz. Sie wissen, wo Hürden im Unterricht auftauchen können, weil Schülerinnen und Schüler in Deutsch noch nicht sicher sind. Sie können gezielt Abhilfe schaffen, den Schülern über sprachliche Hürden helfen, echte Bildungschancen und eine erfolgreiche Integration ermöglichen. Im Übrigen bauen diese Lehrkräfte gleichzeitig ihre eigenen beruflichen Tätigkeitsbereiche aus, denn diese Qualifikation ermöglicht auch im Ausland viele Betätigungsfelder.“

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