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Grüne Stadtentwicklung

Gemeinwohlorientiert, sozial ausgewogen und nachhaltig: Wir wollen für Hamburg eine Grüne Stadtentwicklung voranbringen, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Wichtigstes Ziel: die bezahlbare Stadt – und das bedeutet natürlich vor allem bezahlbarer Wohnraum. Wir wollen die Vielfalt und Identität der Stadtteile bewahren und stärken, das Grün erhalten und pflegen, die Sauberkeit in allen…

Gemeinwohlorientiert, sozial ausgewogen und nachhaltig: Wir wollen für Hamburg eine Grüne Stadtentwicklung voranbringen, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Wichtigstes Ziel: die bezahlbare Stadt – und das bedeutet natürlich vor allem bezahlbarer Wohnraum. Wir wollen die Vielfalt und Identität der Stadtteile bewahren und stärken, das Grün erhalten und pflegen, die Sauberkeit in allen Bezirken verbessern. Die Stadt muss sich entwickeln, und zwar möglichst gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Das bedeutet: erst zuhören, dann aber auch entscheiden, planen und bauen.

Wir wollen die Vielfalt der Stadtteile bewahren. Deshalb müssen wir die Mieterinnen und Mieter in den begehrten Wohnlagen Hamburgs stärker vor Verdrängung schützen. Oft werden sie aus ihren Wohnungen verdrängt, um Platz für Luxussanierungen und Eigentumswohnungen zu schaffen. Mit der Sozialen Erhaltungsverordnung gebieten wir diesem Trend in vielen Stadtteilen Einhalt.

Wir haben die Hamburger Bauordnung angepasst, sodass Hamburg wieder Vorreiter im nachhaltigen Bauen wird. Ob mehrgeschossiger Holzbau oder Nachverdichtung, wir setzen uns für eine ökologisch verträgliche Stadtentwicklung ein. Dafür muss Hamburg auf eine Innenverdichtung setzen, in der Landschaftsachsen, grüne Ringe und Flächen für den Biotopverbund erhalten und weiterentwickelt werden.

Gerade weil die Stadt auch im Inneren wachsen muss, um bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, müssen die vorhandenen Grünflächen in ihrer Qualität gestärkt werden. Deshalb erhöhen wir die Mittel für die Grünpflege in Parks. Das Geld für die Straßenbäume haben wir verdreifacht und den Baumschwund deutlich abgebremst. Darüber hinaus haben wir illegalen Fällungen von Bäumen vorgebeugt, im Baugenehmigungsverfahren wird inzwischen wieder der Baumschutz geprüft.

Besonders wichtig sind für uns auch die Naturschutzgebiete in Hamburg. Sie sind für uns keine reinen Prestigeobjekte, sondern sie sollen so entwickelt werden, dass sie seltenen Tier- und Pflanzenarten auch wirklich ein Zuhause bieten können. In Hamburg sind mehr als neun Prozent der gesamten Stadtfläche als Naturschutzgebiet ausgewiesen – das ist ein Rekordwert und mehr als in jedem anderen Bundesland. Wir werden zudem das Biotopverbundsystem im Landschaftsprogramm festschreiben.

Die Gestaltung der öffentlichen Flächen muss sich am Gemeinwohl orientieren: Hamburg soll für alle eine saubere und dadurch lebenswerte Stadt sein – egal in welchem Stadtteil man zu Hause ist. Dafür setzen wir uns mit unserer Sauberkeitsoffensive ein: Künftig haben die Bezirke mehr Geld zur Pflege der Parks zur Verfügung, außerdem wird dort nun noch gründlicher gereinigt. Auch um die Spielplätze kümmern wir uns: Mit einem neu eingerichteten Erhaltensmanagement sorgen wir dafür, dass Hamburgs Spielplätze saniert und noch viele Generationen von Kindern ihre Freude daran haben werden. Wir wollen damit den Trend unterstützen, dass auch wieder mehr Familien in unserer Stadt leben.

Ein großes Thema der grünen Stadtentwicklung ist natürlich auch die saubere Luft. Hamburg ist traditionell eine Hafenstadt, so lieben wir unsere Stadt. Allerdings kommen auch rund 40 Prozent der Luftschadstoffe (NOx-Emissionen) aus dem Seeschiffsverkehr. Deshalb gehen wir hier voran: Wir machen den Hamburger Hafen zum Vorreiter grüner Technologien – Europas erste Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe steht in Altona, eine weitere entsteht im neuen Terminal in der Hafencity.

Und auch für die Containerschifffahrt streben wir die Versorgung durch alternative Kraftstoffe an. Derzeit läuft ein Pilotprojekt bei der Versorgung von Containerschiffen mit sogenannten Power Pacs, die Containerschiffe mit Strom versorgen. Wir haben eine Umweltkomponente in das Hafengeld eingeführt, die Schiffe mit umweltfreundlicheren Technologien belohnt, während die schmutzigeren Schiffe höhere Gebühren zahlen müssen. So bleibt Hamburg eine lebens- und liebenswerte grüne Stadt am Wasser.