Fahrradstadt

Hamburg baut Bike+Ride-Plätze in Rekordtempo

Der Ausbau des Fahrradparkens in Hamburg läuft auf Hochtouren, denn die Zahl der Abstellplätze an den Schnellbahnhaltestellen soll bis 2025 auf 28.000 steigen. Das ist erklärtes Ziel des rot-grünen Senats. Und die Umsetzung gelingt schneller, als geplant. 4.200 neue Plätze sind bereits an den Start gebracht worden. Rund 8.000 fehlen noch, bis die Zielmarke erreicht ist. Die meisten neuen Abstellplätze werden in diesem Jahr an den Bike+Ride-Stationen am Hauptbahnhof, in Nettelnburg sowie am Eppendorfer Baum errichtet. Das geht aus einer Schriftlichen Kleinen Anfrage der Bürgerschaftsabgeordneten Martin Bill (Grüne) und Lars Pochnicht (SPD) hervor.

Dazu Martin Bill, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Mit dem Ausbau des Radverkehrs wollen wir in Hamburg Maßstäbe setzen. Dazu ist es erforderlich, dass auch die weitere Infrastruktur, wie Fahrradabstellplätze, Serviceeinrichtungen oder der Ausbau von StadtRad, wächst. Mit 1.426 neuen Abstellplätzen in 2017 und 1.482 in 2018 übertreffen wir unsere vorgegebene Zielmarke deutlich. Damit sind wir auch beim Ausbau der Bike+Ride-Plätze auf einem sehr guten Weg. Mit all diesen Maßnahmen machen wir das Radfahren in der Stadt deutlich attraktiver und bringen den ein oder anderen Autofahrer vielleicht dazu, leichter auf die Nutzung seines Pkws zu verzichten. Einfach mit dem Fahrrad zur U-Bahn-Haltestelle, dort einen überdachten und gesicherten Stellplatz nutzen und dann entspannt mit der U-Bahn in die Stadt fahren. Das ist moderne Mobilität in der Großstadt!“

Dazu Lars Pochnicht, Radverkehrsexperte der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Wir sorgen für komfortables und sicheres Fahrradparken an Schnellbahnhaltestellen. Das sind gute Nachrichten für alle Menschen, die täglich Rad und Bahn kombinieren. Wir haben versprochen, bis 2025 rund 12.000 neue Fahrradstellplätze an den U- und S-Bahn-Haltestellen einzurichten. Der Zwischenstand zeigt, dass wir dieses Ziel erreichen werden. Und nicht nur die Quantität stimmt, sondern auch die Qualität: Heute sind bereits circa 4.700 Stellplätze überdacht – das sind mehr als ein Viertel. Überfüllte Abstellanlagen und lange Wege vom Stellplatz zur Bahn werden der Vergangenheit angehören. Fahrraddiebstahl wird durch besser gesicherte Stellplätze und mehr Beleuchtung deutlich erschwert. Gleichwohl bleiben mehr als 90 Prozent der Stellplätze kostenlos. Knapp zehn Prozent stehen als abschließbare Mietplätze zur Verfügung – auch hier lag die  Auslastung im letzten Jahr bei etwa 90 Prozent.“

Hintergrund:
Mit dem Bike+Ride-Entwicklungskonzept hat sich der Senat das Ziel gesetzt, an den Schnellbahnhaltestellen ca. 28.000 Fahrradabstellplätze zu schaffen. Dieses Ziel soll bis 2025 erreicht werden. Für über 30 Millionen Euro baut die Stadt an jeder Haltestelle eine ausreichende Anzahl an Stellplätzen. Rund 22.400 Plätze sollen frei zugänglich sein, rund 5.600 sollen Mietplätze werden. Als Zielwert sollen 50% der B+R-Abstellplätze überdacht sein. Bei der Verabschiedung des B+R-Entwicklungskonzeptes wurde ein durchschnittlicher Neubaubedarf von 1.200 Plätzen pro Jahr errechnet. Nach der Bestandserhebung aus dem Jahr 2012 gab es ca. 16.000 B+R-Abstellplätze (ca. 14.600 frei zugängliche Plätze + ca. 1.200 Mietplätze).

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