Schule

Ferienbetreuung trägt zu mehr Bildungsgerechtigkeit bei

Haushaltsdebatte zum Etat für Schule und Berufsbildung

Die Hamburgische Bürgerschaft hat im Rahmen ihrer Haushaltsberatungen den Etat für Schule und Berufsbildung debattiert (Einzelplan 3.1). Für die Grüne Bürgerschaftsfraktion ist die Verbesserung der Bildungsgerechtigkeit ein zentrales Anliegen. Dazu beitragen soll unter anderem die zukünftig kostenlose Sommerferienbetreuung für Kinder, deren Eltern Transferleistungen beziehen.

Dazu Stefanie von Berg, bildungspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion:

„Chancengerechtigkeit ist für mich schon immer ein zentrales Anliegen. Deshalb freue ich mich, dass nun die Ferienbetreuung kostenlos angeboten werden kann und somit für Eltern zehn Euro pro Woche kein Hinderungsgrund sind, ihren Kindern auch in den Sommerferien die Förderung zukommen zu lassen, die sie benötigen. Wichtig bei den Angeboten ist mir, dass die Schülerinnen und Schüler Rückschritte abbauen können und gleichzeitig eine gute Zeit erleben können – ohne Langeweile.“

Hintergrund:
Nach wie vor hängt in Hamburg – wie in ganz Deutschland – der Schulerfolg maßgeblich vom sozialen Hintergrund der Eltern ab. Schülerinnen und Schüler mit so genanntem bildungsfernem Hintergrund erlangen bis heute nicht die gleichen Ergebnisse wie Kinder und Jugendliche aus bildungsnahen Haushalten. Der massive Ausbau der Ganztagsschule soll dazu beitragen, diesen Unterschied zu verringern. Um ihn aber noch weiter zu minimieren, werden zusätzliche Maßnahmen benötigt, wie zum Beispiel die Ferienbetreuung.

Die Ferienbetreuung während der langen Sommerferien wird hauptsächlich von berufstätigen Eltern genutzt, um die Organisation während dieser Zeit zu erleichtern. Familien, die auf Transferleistungen angewiesen sind hingegen, nutzen die Ferienbetreuung fast nicht. Meist sind Kostengründe dafür ausschlaggebend. Für die Kinder bedeutet das eine lange Zeit zu Hause ohne Eindrücke, neue Erlebnisse und informellem oder formalem Lernen.

Studien haben nachgewiesen, dass diese Zeit für die Kinder einen deutlichen Rückschritt hinsichtlich bereits Erlerntem bedeutet. Während der Schulzeit holen sie auf, nach den Sommerferien hingegen hat sich der Unterschied im Vergleich zu den Schülerinnen und Schülern, die Urlaube oder Ferienbetreuung genossen haben, deutlich vergrößert. Die sozialen Unterschiede haben sich also in den Sommerferien vergrößert.

Hier setzt Rot-Grün mit dem Haushaltsantrag an und garantiert in Zukunft die kostenlose Ferienbetreuung während der Sommerferien für Kinder, deren Eltern Transferleistungen beziehen.

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