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Hamburg als Modellstadt für moderne Mobilität

Jede und jeder von uns muss tagtäglich von A nach B – zur Arbeit, zur Schule oder ab ins Wochenende. Dabei ist der Weg mal länger, mal kürzer, wir sind mal allein unterwegs, mal in der Gruppe, mal haben wir Zeit, mal haben wir es eilig. Dafür braucht es das passende Angebot. Für alle Fälle…

Jede und jeder von uns muss tagtäglich von A nach B – zur Arbeit, zur Schule oder ab ins Wochenende. Dabei ist der Weg mal länger, mal kürzer, wir sind mal allein unterwegs, mal in der Gruppe, mal haben wir Zeit, mal haben wir es eilig. Dafür braucht es das passende Angebot. Für alle Fälle gilt: Eine moderne Großstadt wie Hamburg braucht eine zukunftsfähige und umweltfreundliche Mobilität.

Das bedeutet: Wir müssen stärker weg vom motorisierten Individualverkehr, also weg vom eigenen Auto! Dafür müssen die Alternativen – Fahrrad, ÖPNV, zu Fuß gehen – attraktiver werden, indem wir sie ausbauen und vernetzen, damit sie von vielen Menschen genutzt werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: weniger Luftverschmutzung, weniger Lärm und mehr Platz. Die Lebensqualität in der Stadt steigt. Davon profitieren alle!

Unser Herzensprojekt heißt: Hamburg wird Fahrradstadt! Regelmäßige Pegelerhebungen zeigen, dass immer mehr Menschen auf das Rad umsteigen. Diesen Trend wollen wir aufgreifen und unterstützen, indem wir die Wege schneller und bequemer machen: Mit besseren und sicheren Radstrecken, schnelleren und bequemeren Wegen in die Stadt sowie einfacheren Abstell- und Umsteigemöglichkeiten. Unser Ziel ist es, innerhalb der 2020er Jahre den Radverkehrsanteil von 12 auf 25 Prozent zu steigern. Das ist eine Verdoppelung des Radverkehrs und damit ein sehr ehrgeiziges Ziel.

Die Voraussetzung dafür ist eine funktionierende Infrastruktur: Deswegen haben wir die Anzahl an Radkilometern, die wir sanieren oder neu bauen, deutlich erhöht. Das heißt: Es entstehen jährlich mindestens 50 Kilometer weitere Schutz- und Radstreifen auf der Fahrbahn oder sogar ganze Fahrradstraßen. Außerdem packen wir die Velorouten an. Sie sollen in Hamburg zu Hauptstraßen des Radverkehrs werden. Bis 2020 wollen wir das komplette Veloroutennetz, nämlich 14 Routen mit einer Gesamtstrecke von rund 280 Kilometern, fertigstellen. Die Velorouten verbinden stadtteilübergreifend wichtige Orte und sorgen dafür, dass Radlerinnen und Radler zügig und komfortabel von A nach B kommen.

Damit immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger das Fahrrad als tägliches Verkehrsmittel nutzen, müssen auch die Angebote des ÖPNV verbessert werden: Für Leute, die längere Strecken fahren, wollen wir die Kombination aus Rad, Bus und Bahn attraktiver machen. Dafür schaffen wir 70 zusätzliche StadtRad-Stationen in ganz Hamburg. Und wir stocken die Bike+Ride-Parkplätze an den U- und S-Bahnen auf 28.000 Plätze auf. Am Hauptbahnhof entsteht eine Fahrradstation mit Service- und Reparaturangeboten. Weitere sollen folgen.

Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ist ein weiteres Kernprojekt unserer Politik: Hier geht es um bequeme und schnelle Mobilität in der Stadt. Um den Verkehr in Hamburg besser zu organisieren und die individuelle Mobilität zu verbessern, müssen wir noch mehr Tempo beim Ausbau des schienengebundenen Nahverkehrs machen. Wir Grüne treten seit jeher für Verbesserungen im ÖPNV ein und kämpfen dafür, dass Hamburg eine Modellstadt für moderne Mobilität wird. Denn der ÖPNV wird sich nur dann verstärkt durchsetzen, wenn er eine komfortable, zuverlässige und preisgünstige Alternative bietet. Die Anbindung der Randbezirke durch S- und U-Bahn muss verbessert werden. Außerdem brauchen wir längere Züge und eine höhere Taktung zu Stoßzeiten. Wir planen die U5 zwischen Bramfeld und Osdorf, eine Erweiterung der S4 nach Ahrensburg und der S21 nach Kaltenkirchen. Die neue U/S-Bahn-Haltestelle Elbbrücken ist bereits im Bau. Mit der neuen U-Bahn-Haltestelle Oldenfelde verbessern wir die Anbindung der U1 und machen den ÖPNV zwischen Farmsen und Berne noch attraktiver. Bei der Planung hat eine umfangreiche Bürgerbeteiligung stattgefunden und viele Anregungen zur Gestaltung der Haltestelle wurden in die Bauplanung übernommen.

Ein weiterer wichtiger Teil im Mobilitätsmix ist das Carsharing. Die wichtigsten Anbieter setzen dabei größtenteils schon auf eine Elektro-Flotte. Apropos: Auch die Hamburger Linienbusse werden nach und nach durch Elektromodelle ersetzt und ergänzt.

Verkehrspolitik ist wichtig. Sie betrifft die Menschen jeden Tag. Deswegen stärken wir den Ausbau der verschiedenen Verkehrswege massiv – ob Radverkehr, Fußverkehr, ÖPNV oder die vernetzte Mobilität. Und auch für den Autoverkehr sanieren wir die Straßen und bringen in dieser Legislaturperiode mindestens 500 Kilometer Fahrbahn in Ordnung.