Stadtentwicklung

Sozialmonitoring-Bericht 2017: Ein Ansporn, die Integration der Geflüchteten voranzutreiben

Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen hat heute den Sozialmonitoring-Bericht 2017 vorgestellt. Dabei wurden 846 sogenannte statistische Gebiete untersucht und erstmals auch die Situation der Geflüchteten in den Quartieren unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse zeigen eine weitgehend stabile Situation.

Dazu Olaf Duge, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Das Sozialmonitoring als Frühwarninstrument für soziale Entwicklung in Hamburg einzuführen war und ist nach wie vor richtig. Die Ergebnisse für 2017 zeigen eine weitestgehend stabile Situation, eine eindeutige Armutswanderung zum Beispiel in Randlagen ist nicht zu erkennen. Die rot-grüne Wohnungspolitik mit Sozialwohnungen in allen Stadtteilen Hamburgs wird hierdurch bestätigt. Einzig die unterschiedlich starke Ansiedlung von Geflüchteten führt vereinzelt zu einer erschwerten Situation. Dies ist ein starker Ansporn, die Integration der Geflüchteten zu beschleunigen und diese stärker auch auf  wohlhabende Stadtteile zu verteilen. Deutlich wird auch, dass der verstärkte Mitteleinsatz aus unserem 25-Punkte-Programm zur Integration und zusätzlich über das RISE-Programm weiterhin notwendig ist.“

Hintergrund:
Das Sozialmonitoring wurde 2010 auf Initiative der Grünen bei der Neuaufstellung des Programms zur Sozialen Stadtteilentwicklung (RISE) eingeführt. Seitdem dient es als verlässliches Steuerungsinstrument und zur Beobachtung der sozialen Entwicklung Hamburgs. Der aktuelle Sozialmonitoring-Bericht 2017 zeigt u.a., dass Bahrenfeld, Harburg, Wilhelmsburg, Langenhorn und Sülldorf vom „mittleren“ Status in einen „sehr niedrigen“ Status heruntergestuft worden sind. Sieben Stadtteile bzw. elf statistische Gebiete haben sich aber in ihrem Status verbessert. Die Hotspots Hamburgs befinden sich überwiegend im RISE-Programm, womit die Stadtteile weiterhin sozial stabilisiert werden.

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