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Martin Bill

Martin Bill, Mitglied der Hamburger Bürgerschaftmartin.bill@gruene-fraktion-hamburg.de
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Hamburg wird Fahrradstadt!

Wir packen es an und machen Hamburg zur Fahrradstadt. Mit besseren Radstrecken, schnelleren und bequemeren Wegen in die Stadt sowie einfacheren Abstell- und Umsteigemöglichkeiten. Noch sieht es auf Hamburgs Straßen so aus: Viel Auto, kaum Rad. Wir Hamburgerinnen und Hamburger erledigen nur zwölf Prozent unserer täglichen Wege mit dem Fahrrad. Regelmäßige Pegelerhebungen zeigen, dass immer mehr Menschen auf das Rad umsteigen. Diesen Trend wollen wir aufgreifen und unterstützen. Davon profitieren alle: Die Wege werden schneller und bequemer. Es gibt weniger Lärm, Dreck und Stau. Unser Ziel ist es, innerhalb der 2020er Jahre den Radverkehrsanteil von 12 auf 25 Prozent zu steigern. Das ist mehr als eine Verdoppelung und damit ein ehrgeiziges Ziel.

Dafür brauchen wir mehr und bessere Radstrecken und wollen die Anzahl an Radkilometern, die wir sanieren oder neu bauen, verdoppeln. Das heißt: Es entstehen jährlich mindestens 50 Kilometer weitere Schutz- und Radstreifen auf der Fahrbahn oder sogar ganze Fahrradstraßen. Außerdem packen wir jetzt endlich die Velorouten an. Sie sollen in Hamburg zu Hauptstraßen des Radverkehrs werden. Bis 2020 wollen wir das komplette Veloroutennetz, nämlich 14 Routen mit einer Gesamtstrecke von rund 280 Kilometern, fertigstellen. Die Velorouten verbinden stadtteilübergreifend wichtige Orte und sorgen dafür, dass Radlerinnen und Radler zügig und komfortabel von A nach B kommen.

Rad und Bahn clever nutzen

Damit immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger das Fahrrad als tägliches Verkehrsmittel nutzen, müssen auch die Angebote des ÖPNV verbessert werden: Für Leute, die längere Strecken fahren, wollen wir die Kombination aus Rad, Bus und Bahn attraktiver machen. Dafür schaffen wir 70 zusätzliche StadtRad-Stationen in ganz Hamburg. Und wir stocken die Bike+Ride-Parkplätze an den U- und S-Bahnen auf 28.000 Plätze auf. Am Hauptbahnhof entsteht eine Fahrradstation mit Service- und Reparaturangeboten. Weitere sollen folgen.

Damit Hamburg zur Fahrradstadt wird, brauchen wir die Veränderungen nicht nur auf der Straße. Denn an der Radverkehrsplanung sind in Hamburg viele Stellen beteiligt: Neben Senat und Fachbehörden spielen auch Bezirke und Polizei eine wichtige Rolle. Die verschiedenen Verantwortlichkeiten haben in der Vergangenheit oft dazu geführt, dass Prozesse zu lange dauern. Das wollen wir besser machen. Wir haben mit Kirsten Pfaue eine gut vernetzte Radlerin mit direkter Anbindung an die Behördenleitung eingesetzt. Ihre Aufgabe ist es, alle Kräfte in der Stadt zu bündeln und zu koordinieren. Mit den Bezirken und Fachbehörden hat sie das Bündnis für den Radverkehr geschlossen.

Zum Verkehr der Zukunft gehört natürlich auch ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr, der dazu motiviert, das Auto stehen zu lassen und stattdessen mit Bus und Bahn zu fahren. Wir setzen uns für eine bessere Anbindung der Randbezirke durch S- und U-Bahn ein, für längere Züge und eine höhere Taktung zu Stoßzeiten, außerdem für emissionsarme Busse.